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Big Bang
Cannabis Universalis
Die Hanfsorte "Big Bang" wurde nach dem Urknall, der Geburtsstunde unseres Universums, benannt weil sie regelrecht vor schneeweißen Blütenmassen explodiert. Zusätzlich suggeriert der Name ihre umwerfende Wirkung auf den ahnungslosen Bongfreak. Dem gigantischen Urknall vor 15 Milliarden Jahren verdanken wir unsere Welt aus der eine bunte Vielfalt des Lebens entspringt. Durch das Universum reisen, jenseits der Erde, kann die Menschheit leider nur im begrenzten Umfang. Aber zumindestens auf diesem Planeten steht es jedem frei, mittels der Kräfte pflanzlicher "Helfer", als "Psychonaut" beeindruckende Erfahrungen zu machen und Dinge zu erleben, die genauso aufregend sind wie eine Raumfahrt. Psychoaktive Pflanzen sind zwar nicht in einem UFO auf die Erde gelangt, aber ihre Wirkung auf Geist und Körper ist nicht minder eindrucksvoll und wertvoll, und sie öffnet neue Perspektiven der evolutionären Entwicklung für alle Spezien. Genauso wie wir als Mensch nicht am Ende unserer Entwicklungsmöglichkeiten stehen (soll der gegenwärtige Zustand etwa die "Krönung" sein?), können Pflanzen auf vielen Ebenen komplexere, oder verfeinerte Formen annehmen und uns noch mehr die Augen öffnen! Es ist die Absicht einiger Cannabis Züchter, diese Möglichkeiten auszuschöpfen um einzigartige neue Kreuzungen, die uns auch geistig bereichern, entstehen zu lassen. Am eindrucksvollen Hanf-Himmel, wo die "Sternchen" der Cannabis-Schöpfungen auf uns herabfunkeln, verdient "Big Bang" ihren außergewöhnlichen Platz. Als Multitalent erschaffen soll sie gleich mehrere galaktische Wünsche miteinander verbinden und den passionierten Hanfgärnter vom Schwarzen Loch des Misserfolgs Wegsteuern. Warum auf einem Besenstiel herumreiten wenn es schon Raumschiffe gibt? Lasst uns nun abheben und gemeinsam in das Zentrum von "Big Bang" reisen.
Die größte Freude eines Hanfgärnters in der frühen Anbauzeit ist, wenn sich die Pflanzen mit Lichtgeschwindigkeit zur Blüte umstellen, sobald der Nachtzyklus die kritische Grenze von 12 Stunden erreicht. Der Zeitpunkt vom Eintreten der Blüte ist nicht gleichzusetzen mit der Dauer der Blüte. "Big Bang" zündet zwar ihre Antriebsraketen zügig, beendet aber erst nach ungefähr 9 Wochen ihre Mission. Ihre Stärke liegt in der Blühkraft die sich im Bereich der Blütenspitze konzentriert, welche außergewöhnlich lange im perlweißen Antlitz strahlt. Wenn dann ihr Leben dem Ende zuneigt, verglüht diese Milchstrasse der Calyx-Häarchen in den leuchtenden Farben eines orange-roten Sonnenuntergangs. Bis es dazu kommt, türmt sie eine Schicht von Blüten nach der anderen auf bis der Hauptspross wie eine Ägyptische Pyramide, im urtümlichen schneeweißen Mamorkleid, zum Himmel ragt. Nicht umsonst hatte unsere Redaktion sich begeistert dafür entschieden, "Big Bang" als Kometenhafte Aufsteigerin auf das Cover der Dezember Ausgabe zu setzen.
Im direkten Vergleich zu den am meisten Sativas ("Krystalica" und "Shang High") in der Sammleredition von Mandala Seeds, unterscheidet sich "Big Bang" durch ihre kürzere Blütezeit, mittelgroße Statur und kleineren Blätter. Sie ist, streng genommen, eine Mischung aus 40% indica und 60% sativa. Das Kalyx-Blatt-Verhältnis liegt zwar im oberen Bereich, aber sie besitzt sichtbar mehr (schätzungsweise 25%) von den kleinen Blätterchen in der Blütenkrone, als die soeben erwähnten Sativas. Die allgemeine Höhe und vegetative Stärke fällt bei "Big Bang" unterschiedlich aus. Anstatt ein schönes Blätter- und Stengelkostüm zu schneidern, tendiert die Pflanze eben dazu sich auf die Blütenleistung zu konzentrieren. Manche Pflanzen sind deshalb robuster als andere und dadurch können die Ergebnisse pro m2 mal höher und mal niedriger liegen. Immerhin sind die zu erwartenden Erträge schon ziemlich hoch angesetzt. Deshalb ist das Ergebnis, bei einer geringeren Leistung, trotzdem sehr zufriedenstellend. Die Blütenqualität weist eine sehr stabile Performance zwischen gut und sehr gut auf. Auch hier lohnt es sich auf die länger blühenden Pflanzen zu warten weil in diesem Hybrid die sativa Genetik eine dominante Rolle im Zeitplan der Harzproduktion und in der biochemischen Entfaltung spielt. Durch die schwere Blütenpracht gibt es einige Seitentriebe die das Gewicht nicht mehr aushalten und umzuknicken drohen. Ein paar Bambusstöcke gehören deshalb zu den wichtigen Utensilien in einem "Big Bang" Garten. Ein weiterer Grund, warum der eine oder andere Trieb Unterstützung braucht ist, dass das Gewicht der Buds sich nicht gleichmäßig am Trieb entlang verteilt. An der Spitze der Seitentriebe sitzt ein galaktisch dicker Bud. An dieser Lichterfüllten Stelle wachsen Hanfblüten besonders prächtig und drücken den Seitentrieb automatisch nach unten. Ein Stöckchen, an dem die nach unten neigenden Triebe angebunden werden können, bietet ausreichend Halt.
Vom Urknall bis heute dehnt sich das Universum wie ein Luftballon aus, der ständig aufgeblasen wird. Diese Bild veranschaulicht das Verhalten der Blütenpracht von "Big Bang", das wie ein kleines Universum expandiert. Statt gedrängt in kompakten Einheiten zu existieren, schweben die Calyxen in luftigeren Zwischenräumen, die Platz zum atmen lassen. Weil sie bei hoher Feuchtigkeit weniger anfällig für Schimmel sind, bevorzuge ich diese seichte Form der Blütenstruktur gegenüber "Schlaghammer-Buds" (zum Beispiel bei den Skunk Kreuzungen) die eine undurchdringliche geballte Masse von Kalyxen formen. Es ist auch einfacher einen Schimmelbefall an Pflanzen mit offener Blütenstruktur zu orten als bei den kompakten Variationen. An der "Big Bang" musste ich aber leider feststellen, dass sie gegen Ende der Blüte (ca. ab 60 Tage) "nur" eine mittelstarke Abwehrkraft gegen Botrytis aufweist. Sie hält zwar länger aus als viele andere Sorten auf dem Cannabismarkt, aber nicht so effizient um in der besonders resistenten Klasse Einzug zu halten. Ich war erleichtert zu sehen, dass die ersten Anzeichen von Botrytis, wenn es sich ausbreitet, an den kleinen Blättern und nicht schon im umliegenden Blütenbereich erscheinen. So gibt es noch genügend Zeit diese Blätter zu entfernen und andere Maßnahmen zu ergreifen um den Schimmel aufzuhalten. Zum Beispiel entschied ich mich dafür die Nachttemperatur zu erhöhen und den Pflanzen gleich zu Beginn des Lichtzyklus eine reduzierte Menge an Wasser zu gießen, damit sie im Laufe des Tages alles verbrauchten und nicht im Dunkeln (während des Nachtzyklus) unnötig Nass standen. Dadurch das die Pflanzen in der Erde trockener blieben und mehr Wärme sie im Dunkelzyklus umgab, konnte ich weitere Schimmelanfälle bis zur Ernte verhindern. Immerhin war es nur noch eine Frage von 5 bis 7 Tagen - wenig später konnte ich Stressfrei die reifsten Pflanzen schon graduell von oben bis unten abernten.
Unsere Reise neigt dem Ende zu. Bald können wir die Gurte anlegen und uns für die letzte aufregende Phase bereit machen. Bevor wir Kurs auf die geheimnisvolle Galaxie Delta-9 THC nehmen beschleunigen wir das Raumschiff und heben die physikalischen Raum-Zeit Grenzen auf. Der Eintritt in diese neue Welt ist von eigenartigen Düften begleitet. "Big Bang" verbreitet ein herbes, harziges Aroma. Eine Duftrichtung die Erinnerungen an einen herbstlichen Spaziergang durch Tannen-und Kiefernwäldern wach ruft. Subtile Abweichungen vom Duft in Richtung würzig-kräutrig oder blumig kommen gelegentlich unter den individuellen Pflanzen vor. Das Material zum zünden der letzten Antriebsraketen liegt bereit. Nun rauschen wir in "Deep Space" und erleben die eindrucksvollen Momente für die wir diese Reise auf uns genommen haben. Schon beim ersten Probezug baut sich die psychoaktive Wirkung auf und gleitet über den Körper ins Flugzentrum des Gehirns. Die neue Raum-Zeit Dimension ist erreicht. Wir schalten um auf auto-pilot, ziehen gemütlich unseren Raumanzug an, öffnen die Kapsel und schweben lautlos ins Weltall hinaus. Alles bleibt gestochen klar und fokussiert in diesem space walk. Wie Astronauten auf einer Mission können wir unseren Aufgaben nachgehen oder uns dem Spektakel des Raumflugs durch die Galaxie hingeben. Durch die Einschaltung des rauchhaltigen Turbogetriebes können sich die Reisenden auf eine elektrisierende Fahrt gefasst machen. Die Landung erfolgt aber sanft und ohne Nebenwirkungen. Die Fahrt in das Zentrum der "Big Bang" war ein voller Erfolg.
Fazit:
"Big Bang" erfüllt gewisse Hauptkriterien, die wir im Hanfanbau nicht vermissen möchten. Sie hat eine überschaubare Blütezeit und Größe, besitzt ein hohes Kalyx-Blatt-Verhältnis, passt sich verschiedenen Grow-Situationen an und trumpft mit einem potenten High auf. Beide Gruppen Hanfinteressenten, Anfänger sowie geübte Grower, profitieren von mehr als nur eines ihrer Charakteristiken. Sie können diese flexible Sorte für verschiedenen Zwecke anbauen: Als hochwertiges "flower-power" Gras für den anspruchsvollen Eigenanbau; oder als zuverlässiger Ertragsbringer für den großflächigen Betrieb (natürlich nur in Ländern mit einer Rechtslage die so etwas zulässt). In den Parallel-Universen des Samenangebotes gibt es wenig vergleichbare Hybriden die, zu diesem Preis, auf dem Markt im Umlauf sind. Wer Lust hat, die anderen drei Sorten aus der Sammleredition mitanzubauen, sollte diese Außerirdische Chance nicht versäumen.
Vorteile:
- gutes Kalyx-Blatt-Verhältnis
- pflegeleicht
- hoher Ertrag
- starke Wirkung
Nachteile:
- Schimmelanfällig bei Nässe oder Kälte vor der Ernte
- etwas abweichend in der Leistung
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